Kategorie: Ruhe in dir – Achtsamkeit & Meditationen

Ruhe in dir. Sei achtsam und bewusst. Schöpfe Kraft aus der Innenkehr.

Die Achtsamkeit hilft uns, ins Hier und Jetzt zu kommen und das Gedankenkarussell zu stoppen. Sie öffnet uns eine Welt, für die wir kein Geld brauchen. Sie ist immer verfügbar und bringt uns näher zu uns selbst und unserer Umwelt.

Ich möchte dir hier Anleitungen zu mehr Ruhe und Achtsamkeit geben. Damit du einfache Techniken für den Alltag direkt anwenden kannst.

Aber auch Meditationen, Geschichten oder Phantasiereisen werden hier Platz haben. Freue dich auf eine erholsame und spannende Reise!

Wenn dir meine Beiträge gefallen haben, dann lass mir doch gern einen Kommentar da. Schau auch gern bei meinen Kursen vorbei. Da findest du bestimmt auch was zu diesem Thema.

Alles Liebe, deine Anneke

Nachrichtenflut und innere Ruhe – Geht das?

Ich möchte zuerst etwas ganz deutlich klarstellen, bevor du weiterliest.

Ich beschönige oder verleugne die Gefahr des Corona-Virus nicht und habe dies auch nie getan. Wir haben es mit einem sehr ansteckenden und immer noch unbekannten Virus zu tun, der schon jetzt so viele Opfer gefordert hat. Menschen sind gestorben oder haben ihre Existenz verloren. Familien sind zerbrochen oder erleben häusliche Gewalt. Das alles macht mich zutiefst traurig.

Mir geht es in diesem Artikel darum, die Gefahren hinter der Gefahr zu beleuchten. Ich möchte zeigen, dass wir sehr wohl eine Wahl haben, wie intensiv wir leiden und wie sehr wir es zulassen, dass die Angst uns vergiftet.

Ich habe diese besondere Zeit immer auch als Geschenk gesehen. Denn eine Krise bringt die Dinge an die Oberfläche, die vorher darunter gegärt haben. Und deshalb ist diese Phase unserer Menschheit eine Chance, zu lernen und aufzuräumen. Und wir fangen gleich bei uns selbst an!

Eigentlich wollte ich nicht noch einen Artikel über Corona in den Orbit schießen. Alle Aufmerksamkeit und Energie wird weltweit bereits auf das Virus gelenkt. Es wird alles beleuchtet: seine Gefahren, die Spätfolgen, die politischen Maßnahmen, die Gegendemonstrationen. Alle Medien berichten von kaum etwas anderem. Wir sehen täglich tausende von erschreckenden Bildern und hören beunruhigende Zahlen.

Nun denkst du vielleicht auch zurecht: na klar, wir befinden uns doch in einer reellen Gefahr und da muss es so sein! Wir müssen immer gut informiert sein.

Dazu möchte ich dir eine Gegenfrage stellen: Geht es dir danach besser? Bist du beruhigt, aufgebaut, gestärkt? Oder eher geschwächt, frustriert, hoffnungslos oder sogar wütend?

Ich möchte dir eine passende kleine Geschichte erzählen.

Eines Abends erzählte ein alter Cherokee-Indianer seinem Enkelsohn am Lagerfeuer von einem Kampf, der in jedem Menschen tobt. 

Er sagte: „Mein Sohn, der Kampf wird von zwei Wölfen ausgefochten, die in jedem von uns wohnen.
Einer ist böse. Er ist der Zorn, der Neid, die Eifersucht, die Sorgen, der Schmerz, die Gier, die Arroganz, das Selbstmitleid, die Schuld, die Vorurteile, die Minderwertigkeitsgefühle, die Lügen, der falsche Stolz und das Ego.

Der andere ist gut. Er ist die Freude, der Friede, die Liebe, die Hoffnung, die Heiterkeit, die Demut, die Güte, das Wohlwollen, die Zuneigung, die Großzügigkeit, die Aufrichtigkeit, das Mitgefühl und der Glaube.“

Der Enkel dachte einige Zeit über die Worte seines Großvaters nach, und fragte dann: „Welcher der beiden Wölfe gewinnt?“

Der alte Cherokee antwortete: „Der, den du fütterst.“
(https://einfachachtsam.de/geschichte-zwei-woelfe/ 6.01.2021)

Nun stelle ich dir erneut die Frage: Welchen Wolf willst du füttern?

Indem wir zulassen, dass wir bewusst und UN-bewusst den ersten Wolf täglich mit beunruhigenden und erschreckenden Bildern und Informationen füttern, wird er stark werden. Es werden sich in unserem Inneren die Gefühle von Angst, Missgunst, Wut und Zorn festigen. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang in unserem Gehirn. Die zuständigen Synapsen verknüpfen und verstärken sich, sodass wir schneller zu dem Gefühl gelangen. Dann reicht oft nur ein kleiner Auslöser und das Gefühl ist da.

Wir können die Welt nicht ändern. Wir können unsere Mitmenschen nicht ändern. Wir leben in der Zeitepoche, in die wir hineingeworfen worden sind, mit all ihren Schwierigkeiten und Möglichkeiten.

ABER wir können unsere Gedanken und unsere Einstellung ändern und so unser Leiden mindern. Der Buddhismus spricht davon, dass man sich seine Gedanken, ähnlich wie bei der Kleidung, jeden Tag sorgsam auswählen soll. 

Wähle also deinen eigenen Gemütszustand!

Reduziere deinen Nachrichtenkonsum

Lasse dein Radio, deinen Fernseher oder die sozialen Medien nicht ständig im Hintergrund laufen. Auch wenn du es nicht bewusst merkst, dein Unterbewusstsein nimmt alles wahr! 

Richte dir Nachrichtenzeiten ein. Vielleicht schaust du morgens oder abends gezielt eine Sendung oder gibst dir einen vorgegebenen Zeitrahmen (z.B. 30 Minuten, 1 Stunde)

Mache Auswertungen

Gerade am Anfang weigert sich gern der Verstand, neue Bahnen einzuschlagen. Wenn du auch spürst, dass ein Teil in dir noch an dem alten Muster „Ich muss mich doch aber informieren“ festhält, dann ist es manchmal hilfreich, ihn mit Fakten zu überzeugen.

Mache deine eigene Fallstudie! Notiere für eine Woche, wie du dich nach dem Konsum der Nachrichten fühlst. Spüre auch in deinen Körper hinein: gibt es dort Verspannungen oder Unwohlsein?

Oder du stellst dir die Frage „Was hilft dir das Mehr an Information?“ „Was ist dein Benefit?“ Wir wissen ja auch um die Maschinerie hinter den Medien.

Only bad news are good news. Das galt vor der Krise wie auch jetzt. Mit Polarisierungen und Meinungsmache wird Geld gemacht. Ein Foto kann immer mehrere Aussagen haben, je nachdem wie es dargestellt wird.

Frage deinen Verstand „Bin ich wirklich gut informiert oder meine ich es nur? Kenne ich die Geschichte hinter der Geschichte?“

Wende dich deinen Sorgen zu

Hinter all dem steckt der Versuch, Ängste und Sorgen zu minimieren. Indem ich vermeintlich alles im Blick habe und die Kontrolle habe, beruhige ich vorübergehend meine Nerven. Das ist zutiefst menschlich. Leider lässt sich das Leben nicht kontrollieren und so kann die Beruhigung von haus aus nur von kurzfristiger Natur sein.

Daher: kümmere dich um deine Ängste! Das ist DIE Gelegenheit, tief sitzende Gefühle wahrzunehmen und im Keller deiner Persönlichkeit aufzuräumen. Spüre deine Angst, nimm sie wie ein kleines Kind in den Arm. Weine. Gestehe dir ein: ja, ich habe Angst. Auch mich hat es im letzten Jahr richtig erwischt und ich habe sie deutlich gespürt. Das passiert gerade weltweit. Du bist nicht allein.

Bring Freude in dein Leben

Versinke nicht in deiner Angst, sondern verlasse sie auch wieder. Erinnere dich an die zwei Wölfe. Beginne, den zweiten Wolf zu füttern!

Lachen ist die beste Medizin!

Lenke dich mit etwas Fröhlichem ab. Ich nutze da tatsächlich auch gern alberne Videos auf Facebook und co. Besonders wenn man in einer negativen Gedankenschlaufe festhängt, ist das hilfreich.

Strecke die Arme nach oben und nehme die Siegerpose ein.

Oder ziehe die Mundwinkel nach oben und lasse ein Lächeln über deine Lippen gleiten. Auch wenn es am Anfang erzwungen scheint, hat es eine körperliche Wirkung. Das Gehirn nimmt das Lächeln wahr und schüttet Glückshormome aus. Nach einer Weile fühlst du dich besser. Probiere es aus!

Verabrede Redezeiten für Corona-Themen

Allein zu hause gelingt es dir noch einigermaßen, aber kaum spricht man mit den Nachbarn, Freunden oder Familienmitgliedern – schon dreht sich alles nur noch um ein Thema: Corona. Verabrede doch einfach beim nächsten Gespräch eine Art Redezeit für Corona. Begrenze das Thema zeitlich und dann wendet ihr euch anderen Themen zu.

Dieser Tipp eignet sich bei allen Gesprächen, die sich nur um ein Thema drehen oder nur auf die Probleme ausgerichtet sind.

  • z.B. worüber hast du das letzte Mal so richtig herzhaft gelacht?
  • Wenn eine gute Fee kommen würde, was würdest du dir wünschen?
  • Wenn Geld keine Rolle spielen würde, was würdest du beruflich gern machen?
  • Was war dein Leibgericht als Kind?
  • Gibt es eine Fähigkeit oder Talent, das du gern hättest?
  • Wo warst du genau an diesem Tag vor 20 Jahren? Was waren da deine großen Themen?
  •  

Ich hoffe, dass du einiges für dich mitnehmen konntest und den Mut findest, deine innere Ausrichtung zu ändern. Mögen Leichtigkeit, Zuversicht und Freude mehr Raum in deinem Leben erhalten. 

Wenn du mehr davon oder zu einem anderen Thema lesen möchtest, dann schreibe mir gern in die Kommentare.

Alles Liebe, Anneke

 

Ritual zum Jahreswechsel

Nimm Dir dafür etwas Zeit und sorge dafür, dass Du ungestört bist.
Du kannst Dir Notizen in einem Tagebuch machen oder auf einem Blatt Papier.

Für die Rückschau stelle Dir folgende Fragen:

  • Welche Ereignisse gab es?
  • Welche Schlagwörter könnte ich meinem Jahr geben? (z.B. Unruhe, Neuanfang, Loslassen..)
  • Was gab es für AHA-Erlebnisse?
  • Was hat Spaß gemacht oder löste in Dir Freude aus?

Lasse die Antworten in Dir nachwirken und notiere sie. Schau in Respekt und Achtung in Dein vergangenes Jahr und sei stolz auf das, was Du gemeistert hast. Nehme die Dinge in Liebe und Mitgefühl an, worauf Du nicht stolz bist.

Für den Ausblick stelle Dir folgende Fragen:

  • Worauf freust Du Dich?
  • Was möchtest du mehr in Dein Leben holen? (z.B. mehr Zeit für meinen Partner, Hobbies pflegen)
  • Wenn Dein neues Jahr ein Film oder Buch wäre, welchen Titel hätte es?
  • Gibt es ein Lied, das Dich begleiten und unterstützen kann?

Lasse auch hier die Antworten wieder etwas nachklingen und schwinge Dich auf das neue Jahr ein. Fühle es bis in Deine Knochen. Notiere auch hier.

Du kannst in der Mitte des Jahres Deine Notizen hervorholen und Bilanz ziehen oder Du schaust sie Dir erst wieder an Silvester 2021 an.
Betrachte das Ganze als Spiel und nicht als To-Do-Liste. So vermeidest Du Frust und Enttäuschung, denn es ist doch so,
das Leben hält sich nicht an Pläne.